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Schmuck

Sternzeichen Charm-Anhänger Steinbock 762720C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm-Anhänger Sternzeichen Widder 762719C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm-Anhänger Sternzeichen Wassermann 762717C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm-Anhänger Sternzeichen Jungfrau 762715C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm-Anhänger Sternzeichen Waage 762712C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm Anhänger Sternzeichen Zwillinge
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Charm-Anhänger Sternzeichen Skorpion 762710C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Sternzeichen Krebs Anhänger 762708C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Sternzeichen Stier Charm-Anhänger 762707C01
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Schlangen-Gliederarmband 590728-16
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Schlangen-Gliederhalskette Silber 590742HV-45
Silber
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bei Dein Juwelier
129,00 €
Pandora Schlangen Gliederarmband 590728-20
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Schlangen-Gliederarmband 590728-19
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Schlangen-Gliederarmband 590728-18
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Schlangenkettenarmband 590728-17
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Damen Armband 590702HV-20
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Damen Armband 590702HV-19
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Pandora Moments Charm Armband 590702HV-18
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59,00 €
PANDORA TIMELESS  Damen Ring 182629C01-56
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bei Dein Juwelier
129,00 €
Pandora Timeless 925er Sterling Silber 190050C01
Silber
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bei Dein Juwelier
79,00 €
Xenox Damen Creolen mit Zirkonia Silber XS8663
Silber
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bei Dein Juwelier
65,00 €
Xenox Damen Creolen Harmony Silber XS91395
Silber
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bei Dein Juwelier
119,00 €
Xenox Damen Halskette mit Anhänger Gold XS91444G
Gold
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bei Dein Juwelier
89,00 €
Xenox Damen Halskette Power Tower mit Anhänger Engel 45cm  Silber XS3472K
Silber
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bei Dein Juwelier
55,00 €
Xenox Damen Halskette mit Herzen Anhänger mit Zirkonia Gold XS3418GK
Gold
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bei Dein Juwelier
69,00 €
Xenox Damen Halskette Modern 45cm Gold XS91415G
Gold
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bei Dein Juwelier
119,00 €
Xenox Damen Armband mit Zirkonia Herzen Charm Anhänger 18,5 Silber XS3412N
Silber
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bei Dein Juwelier
55,00 €
Pandora Damen Sicherheitskettchen Sterne & Galaxie Silber 790011C01-05
Silber
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bei Dein Juwelier
79,00 €
Pandora Damen Anhänger Fisch Charm mit blauen Schuppen SIlber 7994258C01
Silber
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bei Dein Juwelier
49,00 €
Pandora Moments Damen Anhänger Charm Babys-Teddybär Silber 792100CZ
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bei Dein Juwelier
49,00 €
Engelsrufer Damen Anhänger Calling An Angel Silber ER-01-M
Silber
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bei Dein Juwelier
79,00 €
Ernstes Design Damen Halskette 10-Fach Drahtseil Collier 45cm Gold DS10-GG-45
Gold
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bei Dein Juwelier
82,50 €
Ernstes Design Damen Halskette Zopfkette Silber 50cm AK9-50
Silber
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bei Dein Juwelier
59,00 €
Xenox Unisex Anhänger Buchstabe E SIiber XC5301WK
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bei Dein Juwelier
25,90 €
Xenox Unisex Anhänger Wassermann Sternzeichen Silber XC5211
Silber
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19,90 €
Swarovski Damen Ohrstecker 5251878
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34,90 €
Trollbeads Unisex Bead Lichtblick Regenbogen Anhänger Glasbead Bunt TGLBE-20138
Glas
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bei Dein Juwelier
45,00 €
Trollbeads Unisex Aubergine Porzellan Bead Sterling TCHBE-30007
Porzellan
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55,00 €
Trollbeads Unisex Charm Runder Karneol Rot TSTBE-00023
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bei Dein Juwelier
45,00 €
Trollbeads Unisex Glas Bead Geisterstunde Anhänger Mehrfarbig TGLBE-30043
Glas
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bei Dein Juwelier
55,00 €
Trollbeads Unisex Charm Sterling Silber Runder Lapislazuli Blau TSTBE-00019
Silber
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bei Dein Juwelier
45,00 €
Trollbeads Damen-Bead 925 Silber Glas Perle GrĂĽn TGLBE-10406
Perlen
Trollbeads Damen-Bead 925 Silber Glas Perle GrĂĽn TGLBE-10406
bei Dein Juwelier
45,00 €
Trollbeads Weiches Herz klein 84TAGBE-10158
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25,00 €
Trollbeads SĂĽĂźes oder Saures? TGLBE-30013
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bei Dein Juwelier
55,00 €
Trollbeads Unisex Anhänger Bead Perle Spacer Kupfer TCUBE-00001
Kupfer
Trollbeads Unisex Anhänger Bead Perle Spacer Kupfer TCUBE-00001
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10,00 €
Trollbeads Damen Bead Anhänger Shanghai Drache Silber TAGBE-30067
Silber
Trollbeads Damen Bead Anhänger Shanghai Drache Silber TAGBE-30067
bei Dein Juwelier
51,00 €
Trollbeads Damen-Bead Neptuns Versprechen 925 Silber TGLBE-10201
Silber
Trollbeads Damen-Bead Neptuns Versprechen 925 Silber TGLBE-10201
bei Dein Juwelier
45,00 €
Trollbeads Damen Armband Silber TAGBR-0000
Silber
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bei Dein Juwelier
45,00 €
Tamaris Damen Armband Jana burgundy Armband Rot TF024
Tamaris Damen Armband Jana burgundy Armband Rot TF024
bei Dein Juwelier
24,90 €
Xenox Herren Halskette mit Kreuzanhänger Silber X4114
Silber
Xenox Herren Halskette mit Kreuzanhänger Silber X4114
bei Dein Juwelier
49,00 €

Schmuck als anthropologische Konstante

Zur menschlichen Geschichte gehört am menschlichen Körper getragener Schmuck. Schmuckstücke gibt es seit den frühesten Zivilisationen und davor, vermutlich genauso lang, wie es überhaupt Menschen gibt.

Die Geschichte des Schmucks umspannt den gesamten Erdball. Etwa 100.000 Jahre alte Muschelketten sind der älteste in Afrika gefundene Schmuck des Homo sapiens. Auch von Neandertalern in Europa und ihren Verwandten in Asien weiß man, das sie nicht ohne Schmuckstücke lebten. Die Analyse eines etwa 46.000 Jahre alten in Westaustralien gefundenen Känguruknochens ergab, dass es sich um einen handgearbeiteten Nasenschmuck handelt.

Die Geschichte des Körperschmucks ist also lang und vielfältig. Beispiele aus Hochkulturen wurden in vielen Teilen der Welt gefunden, in Ägypten, Indien, China, Europa, Nord-, Mittel- und Südamerika…

Materialien

Menschen stellen Schmuckstücke aus allen erdenklichen Materialen her. Diese müssen ihnen nur zur Verfügung stehen und in irgendeiner Weise für die Schmuckherstellung geeignet sein. Von Holz, Stein, Knochen, Federn, Muscheln, Leder, Pflanzensamen und Naturfasern seit prähistorischen Zeiten, über Edelsteine, Metalle und Edelstahl, bis hin zu Glas wurde so ziemlich alles verwendet – und in der Moderne natürlich auch verschiedene Kunststoffe.

Im Mittelalter war Gold das wertvollste und wichtigste Material für die Herstellung von Schmuck. Mit der Renaissance begann ein neues Zeitalter. Reisen und Expeditionen führten zu einer frühen Form modernen Welthandels. Technologische Entdeckungen, das Aufkommen neuer Materialien und der Einfluss der Stile anderer Kulturen führten dazu, dass Chrysolith (Peridot)vom Roten Meer, Opale aus Böhmen, Amethyste aus Ungarn, Rubine aus Indien, Lapislazuli aus Afghanistan, Türkise aus Persien, später auch Smaragde aus Kolumbien und Topase aus Brasilien in großem Stil Eingang in die Schmuckherstellung fanden.

Bedeutung von SchmuckstĂĽcken

Bereits in frühen Kulturen hatten Schmuckstücke mystische, spirituelle Bedeutungen und rituelle Funktionen. Ob Schamanen und Heiler in Stammeskulturen, oder Hohepriester der altägyptischen, sumerischen und babylonischen Religionen, sie alle zeichneten sich auch dadurch aus, dass sie besonders gekleidet waren und mit wertvollem Schmuck auftraten, mit dem magische Kräfte oder metaphysische Bedeutungen assoziiert wurden.

Bischofsringe und Papstringe sind bis heute wichtige, öffentlich getragene Insignien. Sie wurden seit dem zehnten Jahrhundert hohen kirchlichen Hierarchen bei ihrer Amtsübernahme verliehen, und wurden in der Regel über dem Handschuh am Ringfinger der rechten Hand getragen.

Im Spätmittelalter kamen Ringe als Schmuck in breiteren Schichten in Mode. Angehörige von höherem Klerus oder Aristokratie sowie reiche Bürger trugen oft mehrere Ringe gleichzeitig. Ab dem 12. Jahrhundert durften einige, ab dem 15. Jahrhundert alle Äbte Hirtenringe tragen. Der Hirtenring war bis ins späte Mittelalter ein Cabochon, ein ohne Facetten geschliffener Schmuckstein, bei dem die Unterseite flach und die Oberseite gleichmäßig nach außen gewölbt ist. Im 15. Und 16. Jahrhundert wurden Papstringe mit einem massiven Rahmen aus vergoldeter Bronze und Symbolen der Evangelisten und päpstlichen Insignien hergestellt.

Auch wie ein Schmuck am Körper getragen wird, unterstreicht seine Bedeutung. Besonders auffällig ist das mit Körperpiercings verbundene Tragen von Schmuckstücken. In einigen Kulturen wurden Selbstverstümmelung und Körperpiercings als rituelle Opfer gesehen, in anderen dienten sie dazu, Schönheit oder Status zu unterstreichen.

Heute haben sich Piercings bis weit in moderne westliche Kulturen verbreitet. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft schmücken verschiedenste Körperteile mit Piercings und Schmuckstücken aller Art – als Zeichen von Zugehörigkeit, als soziales oder ästhetisches Statement oder als Ausdruck besonderer Individualität mit einer ganz speziellen Konnotation.

Epochen und Stile

Schmuck im Alten Rom

Eine typisches Schmuckstück der frühen Römerzeit ist die "Fibel" genannte Brosche, eine Gewandnadel, die der Befestigung von Kleidung in einer "knopflosen Gesellschaft" diente. Für ihre Herstellung wurde eine Vielzahl von Materialien verwendet, denn bereits vor 2.000 Jahren wurden neben Gold und Bronze importierte Saphire, Diamanten, Smaragde und Bernstein verwendet.

Während sich Männer zumeist auf das Tragen von Ringen beschränkten, trugen Frauen Schmuckstücke aller Art. Der römische Historiker Plinius berichtet von der früheren Gemahlin des Kaisers Caligula: "Ich sah einmal Lollia Paulina, … nicht einmal bei einem Staatsbankett, sondern bei einem ganz gewöhnlichen Verlobungsessen: da war sie mit Smaragden und Perlen bedeckt, die immer abwechselnd aneinander gereiht überall glänzten: am ganzen Kopf, im Haar, an den Ohren, am Hals und an den Fingern. Sie hatten einen Gesamtwert von 40 Millionen Sesterzen, und Lollia war sogleich bereit, den Preis durch Kaufurkunden zu belegen." Männer trugen bisweilen nur einen Ring, andere einen an jedem Finger. Neben ihrer schmückenden Eigenschaft hatten viele Ringe eine bedeutende praktische Funktion: sie waren mit Edelsteinen besetzt, die eine Gravur besaßen. Mit solchen Ringen konnten Dokumente besiegelt und Briefe versiegelt werden – eine Praxis, die sich vorwiegend unter Königen und Adligen bis ins Mittelalter hielt.

Romanische Kunst

In in der romanischen Welt des Schmucks, einer mittelalterlichen Periode, waren Juwelen nicht mehr einfach nur Schmuck. Sie hatten eine tiefere Bedeutung durch christliche, in die Schmuckstücke eingearbeitete Symbole und Motive. Es ging nicht nur um Glanz und Schönheit, sondern auch den Ausdruck religiöser Tiefe.

Wie in anderen Epochen war Gold eines der begehrtesten Materialien. Es galt als Symbol für Reinheit und Heiligkeit, und wurde häufig für religiöse Gegenstände wie Kreuze und andere heilige Zeichen, sogenannte Sakramentalien verwendet.

Auch Silber war beliebt, obwohl es nicht als so wertvoll wie Gold angesehen wurde. Zu den weiteren verwendeten Materialien gehörten Emaille,Edelsteine und Perlen.

Bereits während der Romanik wurden viele Schmuckstücke handwerklich aufwendig gestaltet, filigrane Designs wurden häufiger. Die Stücke waren häufig groß und auffällig. Sie sollten gesehen und bewundert werden.

Keltischer Schmuck

Im Mittelalter siedelten Kelten in Teilen des heutigen Frankreich und der Britischen Inseln. Sie schufen originelle Kunststile, von denen allerdings nicht allzu viel erhalten ist. Denn über die Jahrhunderte wurde viele Gegenstände aus Gold und Silber zerteilt, eingeschmolzen und umgearbeitet, während Schmuck aus Leder, Holz, Eisen und Stoff die Zeiten zumeist nicht überdauert hat. Erhaltene Artefakte sind jedoch Beispiele für hohes mittelalterliches Kunsthandwerk.

Das charakteristischste Element der keltischen Kultur ist das Ornament. Es findet sich mit seiner charakteristischen Abstraktion auf den Oberflächen zahlreicher Gegenstände und bezieht bisweilen Abbildungen realer Objekte ein. Vögel galten als himmlische Boten. Jede Art besaß eine bestimmte Symbolik: die Taube als Zeichen für Liebe und Spiritualität, das Rebhuhn stand für List, der Reiher für Wachsamkeit. Abbildungen anderer Tiere hatten ebenfalls weitreichende Bedeutung: der Hase war ein Symbol für Wohlstand, die Schlange besaß Heilkraft, Fische waren Zeichen für Weisheit,Pferde wurden als Fruchtbarkeitsgöttinnen angesehen.

Bei den Kelten weit verbreitet waren unter anderem Armbänder, Broschen, Kreuze und um den Hals getragene Metallreifen.

In modernen Schmuckstücken werden ornamentale keltische Motive oft unverändert übernommen und wirken bis heute modern.

Wikingerschmuck

Als Waräger werden die furchtlosen Händler, Seefahrer und Krieger des Mittelalters bezeichnet, die seit dem 8. Jahrhundert mit Booten aus ihrer skandinavischen Heimat die Flüsse entlang nach Südosten bis in die in den Gebieten von Dnepr, Düna, Wolga und Don bis in die Schwarzmeerregion und ans kaspische Meer vordrangen. Sie werden in altrussischen, byzantinischen und arabischen Quellen erwähnt und als Teilgruppe der Wikinger angesehen.

Im Verlauf der Eroberung neuer Länder haben sie die Kultur in ihren neuen Siedlungsgebieten geprägt. Wikingerschmuck wurde hauptsächlich aus Kupfer, Silber, Bronze und arabischen Münzen hergestellt. Daraus entstanden vor allem Broschen, Ketten mit Anhängern und Armbänder.

Häufige Wikinger-Motive sind Abbildungen stark stilisierter Tiere mit unnatürlich verzerrten Körpern. Daneben gab es auch Bilder von Pflanzen und Blättern. Der Reichtum einer Waräger-Familie spiegelte sich in der Anzahl der Schmuckstücke, die eine Wikinger-Frau besaß.

Schmuck im gotischen Stil

Vorweg bemerkt: Der kulturgeschichtliche gotische Stil hat auĂźer dem Namen wenig mit der modernen Gothic-Subkultur gemeinsam.

Der historische gotische Stil ist geprägt von hochentwickeltem Kunsthandwerk, was sich auch in die Schmuckherstellung der Epoche niederschlug. Zu den Schmuckstücken gehörten unter anderem Halsketten, Ketten mit Anhängern und Verschlüssen, Ringen sowie Gürtelschnallen.

Bei Rittern und ihren Geliebten in dieser Epoche ergab solches Geschmeide beliebte Geschenke, die mit Motiven verziert waren von verschlungenen Händen, durchbohrten Herzen, von Schlüsseln und Blumen, sowie durch Gravuren mit Liebesinschriften. Ringe bekamen einen hohen Stellenwert und es wurden möglichst in großer Zahl getragen. Die als Amulette – magische Glücksbringer – in die Ringe eingearbeiteten Edelsteine, wurden hoch geschätzt.

Schmuck in der Renaissance

Die ersten Leitmotive aller Renaissance-Schmuckstücke entstammen der Antike: griechische und römische Götter, mythische Gestalten, philosophische Themen und historische Figuren sind Vorboten des Renaissance-Humanismus, einer breiten philosophischen Strömung, die im 14. Jahrhundert ihren Ausgang nahm und sich im 15. Und 16.Jahrhundert über den größten Teil Europas verbreitet. Der Schmuck der Epoche ist ein Lobgesang auf die Natur – und den Menschen als ihr höchstes Geschöpf. Dies spiegelt sich in der Beliebtheit von Tier-, Vogel- und Pflanzenmotiven, vor allem zur Verzierung vonAnhängern, Medaillonsund Broschen. Im nördlichen Europa werden Motive aus der Meereswelt populär: Delfine, Meerjungfrauen und andere Schiffsmotive.

Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts trugen Frauen wie Männer Broschen und Schnallen mit Heiligenbildern. Damen hatten Ohrringe in Form von Blumen und mit Perlen. Anhänger wurden an Ketten getragen, und die Ketten waren eigenständige Schmuckstücke, jedes Glied aus Pflanzenmotiven oder Figuren zusammengesetzt und reich mit Emaille und Ornamenten verziert.

Im 16. Jahrhundert wurden Anhänger zunehmend mit Diamanten besetzt und häufig anderen mit farbigen Steinen kombiniert. Der direkte Seeweg hatte die Zahl der verfügbarer Diamanten erheblich erhöht.

In Deutschland wurden neben Edelsteinen auch Kokosnussschalen und andere exotische Produkte wie Meeresschnecken, NĂĽsse, oder StrauĂźeneier als Schmuck verarbeitet. Perlen und Korallen mit Perlmutt erfreuten sich groĂźer Beliebtheit.

Im 16. Jahrhundert blühte auch die Kunst der Miniaturporträts aus bemalter Emaille, die stilistisch zur Renaissance gerechnet werden.

Anhänger wurden oft doppelseitig gefertigt, auf einer Seite mit Edelsteinen besetzt, auf der anderen mit einem emaillierten Muster verziert. Sie wurden an Halsketten oder langen am Kleid befestigten Ketten getragen.

Neben mythischen Figuren wie Nymphen, Drachen, Satyrn und Meerjungfrauen blieben religiöse Motive zentrale Themen. Monogramme mit dem Namen Jesu und Miniaturen mit biblischen Szenen erinnerten an die Unausweichlichkeit des Todes: "memento mori".

Eine weitere beliebte Art von Ringen zu dieser Zeit waren Freundschaftsringe und Liebesringe. Auf ihrer Innenseite war meist eine romantische Schrift eingraviert, wie "Mein Herz ist Dein " oder "Auf ewig verbunden".

Berüchtigt und bis heute Stoff für Dramen waren die sogenannten venezianische Ringe, die kleinen Behälter mit Gift enthalten konnten, um dieses bei passender Gelegenheit in die Speise oder das Getränk einer unliebsamen Person zu mischen und sich ihrer zu entledigen.

Edelsteinen hingegen wurden heilende Kräfte nachgesagt. Der Saphir galt zum Beispiel als Heilmittel für Hautkrankheiten,Topas sollte Demenz lindern.

Talisman-Schmuck – normalerweise Ringe – war ebenfalls beliebt. Er sollte Krankheiten vorbeugen oder den bösen Blick abwehren.

Manierismus

Der Manierismus wird als Übergangsstil von der Spätrenaissance zum Barock bezeichnet. Der Stil erstreckt sich in Italien von ca. 1520 bis 1600, und ist in anderen europäischen Ländern und Regionen auch noch danach anzutreffen.

Der Begriff des Manierismus ist von italienischen Wort "maniera" fĂĽr "Art und Weise", "Stil" abgeleitet, das deutsche Wort der "Manieren" fĂĽr "Umgangsformen" oder "Benehmen" ist verwandt.

Als Stil in Kunst und Literatur ist der Manierismus durch den Verlust der für die Renaissance typischen Harmonie zwischen Natur und Mensch, Physischem und Geistigem gekennzeichnet. Er markiert das langsame Ende der künstlerischen Ideale der Renaissance-Zeit. Technische Raffinesse und Ästhetisierung treten in den Vordergrund und überlagern die Inhalte, die tendenziell zum bloßen Vehikel für künstlerische Virtuosität werden. Die zahlungskräftige Kundschaft jener Zeit erwartete Neuheit und Fantasie. Die Kunsthandwerker erfanden neue Kombinationen und lieferten Kuriositäten aus traditionellen Materialien mit verzweigten Korallen, Meeresschnecken, Perlmutt oder Mahagoni.

Ein markantes Beispiel des Manierismus sind die Werke berühmter Augsburger und Nürnberger Goldschmiede und Juweliere, allen voran der „deutsche Cellini“ Wenzel Jamnitzer.

Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Bereich der dekorativen Kunst "selten und kompliziert" zu einem Kriterium für besonderen Wert und Schönheit. Die Kunden waren immer weniger zufrieden mit den bekannten Renaissance-Designs, und suchten nach Neuheit, Fantasie, technischer Raffinesse, Luxus und Reichtum.

Dies zwang die Handwerker, nach neuen Materialien zu suchen, Gold und Silber mit Edelsteinen, Perlen, Korallen, Perlmutt und Mahagoni zu kombinieren. Verschiedene Arten von Kuriositäten wie verzweigte Korallen oder Meeresschnecken begannen, durch ihre Form die Gesamtkomposition von Schmuckstücken zu bestimmen. Die Logik des Aufbaus wurde dem Zufall sowie den Launen und der Vorstellungskraft des Künstlers wie seiner Kunden unterworfen.

Im 15. bis ins 16. Jahrhundert wandten sich auch weltberĂĽhmte KĂĽnstler wie Albrecht DĂĽrer, Benvenuto Cellini, Ambrosius Holbein und Benvenuto Cellini der Schmuckherstellung zu. Cellinis Brosche "Leda und der Schwan" aus Gold, Lapislazuli und Perlen ist heute im Borgello-Museum in Florenz zu bewundern.

Barock

Auch in der Barockzeit wurden Schmuckstücke immer kunstvoller und aufwändiger. Es wurden Edelsteine, Perlen und Emaille zu Stücken mit schillernden Effekten verarbeitet, die die Opulenz der Epoche spiegelten. Wie zu vielen Zeiten diente Schmuck dazu, die Botschaft von Status und Reichtum zu vermitteln. Im Barock wurde das bisweilen in protziger und dramatischer Weise auf die Spitze getrieben – mit riesigen Edelsteinen und komplizierten Designs, die die religiösen Symbole und Motive oft mehr dominierten als nur umrahmten.