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Schmuck als anthropologische Konstante

Zur menschlichen Geschichte gehört am menschlichen Körper getragener Schmuck. SchmuckstĂŒcke gibt es seit den frĂŒhesten Zivilisationen und davor, vermutlich genauso lang, wie es ĂŒberhaupt Menschen gibt.

Die Geschichte des Schmucks umspannt den gesamten Erdball. Etwa 100.000 Jahre alte Muschelketten sind der Ă€lteste in Afrika gefundene Schmuck des Homo sapiens. Auch von Neandertalern in Europa und ihren Verwandten in Asien weiß man, das sie nicht ohne SchmuckstĂŒcke lebten. Die Analyse eines etwa 46.000 Jahre alten in Westaustralien gefundenen KĂ€nguruknochens ergab, dass es sich um einen handgearbeiteten Nasenschmuck handelt.

Die Geschichte des Körperschmucks ist also lang und vielfĂ€ltig. Beispiele aus Hochkulturen wurden in vielen Teilen der Welt gefunden, in Ägypten, Indien, China, Europa, Nord-, Mittel- und SĂŒdamerika


Materialien

Menschen stellen SchmuckstĂŒcke aus allen erdenklichen Materialen her. Diese mĂŒssen ihnen nur zur VerfĂŒgung stehen und in irgendeiner Weise fĂŒr die Schmuckherstellung geeignet sein. Von Holz, Stein, Knochen, Federn, Muscheln, Leder, Pflanzensamen und Naturfasern seit prĂ€historischen Zeiten, ĂŒber Edelsteine, Metalle und Edelmetalle, bis hin zu Glas wurde so ziemlich alles verwendet – und in der Moderne natĂŒrlich auch verschiedene Kunststoffe.

Im Mittelalter war Gold das wertvollste und wichtigste Material fĂŒr die Herstellung von Schmuck. Mit der Renaissance begann ein neues Zeitalter. Reisen und Expeditionen fĂŒhrten zu einer frĂŒhen Form modernen Welthandels. Technologische Entdeckungen, das Aufkommen neuer Materialien und der Einfluss der Stile anderer Kulturen fĂŒhrten dazu, dass Chrysolith (Peridot) vom Roten Meer, Opale aus Böhmen, Amethyste aus Ungarn, Rubine aus Indien, Lapislazuli aus Afghanistan, TĂŒrkise aus Persien, spĂ€ter auch Smaragde aus Kolumbien und Topase aus Brasilien in großem Stil Eingang in die Schmuckherstellung fanden.

Bedeutung von SchmuckstĂŒcken

Bereits in frĂŒhen Kulturen hatten SchmuckstĂŒcke mystische, spirituelle Bedeutungen und rituelle Funktionen. Ob Schamanen und Heiler in Stammeskulturen, oder Hohepriester der altĂ€gyptischen, sumerischen und babylonischen Religionen, sie alle zeichneten sich auch dadurch aus, dass sie besonders gekleidet waren und mit wertvollem Schmuck auftraten, mit dem magische KrĂ€fte oder metaphysische Bedeutungen assoziiert wurden.

Bischofsringe und Papstringe sind bis heute wichtige, öffentlich getragene Insignien. Sie wurden seit dem zehnten Jahrhundert hohen kirchlichen Hierarchen bei ihrer AmtsĂŒbernahme verliehen, und wurden in der Regel ĂŒber dem Handschuh am Ringfinger der rechten Hand getragen.

Im SpĂ€tmittelalter kamen Ringe als Schmuck in breiteren Schichten in Mode. Angehörige von höherem Klerus oder Aristokratie sowie reiche BĂŒrger trugen oft mehrere Ringe gleichzeitig. Ab dem 12. Jahrhundert durften einige, ab dem 15. Jahrhundert alle Äbte Hirtenringe tragen. Der Hirtenring war bis ins spĂ€te Mittelalter ein Cabochon, ein ohne Facetten geschliffener Schmuckstein, bei dem die Unterseite flach und die Oberseite gleichmĂ€ĂŸig nach außen gewölbt ist. Im 15. Und 16. Jahrhundert wurden Papstringe mit einem massiven Rahmen aus vergoldeter Bronze und Symbolen der Evangelisten und pĂ€pstlichen Insignien hergestellt.

Auch wie ein Schmuck am Körper getragen wird, unterstreicht seine Bedeutung. Besonders auffĂ€llig ist das mit Körperpiercings verbundene Tragen von SchmuckstĂŒcken. In einigen Kulturen wurden SelbstverstĂŒmmelung und Körperpiercings als rituelle Opfer gesehen, in anderen dienten sie dazu, Schönheit oder Status zu unterstreichen.

Heute haben sich Piercings bis weit in moderne westliche Kulturen verbreitet. Menschen jeden Alters und jeder Herkunft schmĂŒcken verschiedenste Körperteile mit Piercings und SchmuckstĂŒcken aller Art – als Zeichen von Zugehörigkeit, als soziales oder Ă€sthetisches Statement oder als Ausdruck besonderer IndividualitĂ€t mit einer ganz speziellen Konnotation.

Epochen und Stile

Schmuck im Alten Rom

Eine typisches SchmuckstĂŒck der frĂŒhen Römerzeit ist die "Fibel" genannte Brosche, eine Gewandnadel, die der Befestigung von Kleidung in einer "knopflosen Gesellschaft" diente. FĂŒr ihre Herstellung wurde eine Vielzahl von Materialien verwendet, denn bereits vor 2.000 Jahren wurden neben Gold und Bronze importierte Saphire, Diamanten, Smaragde und Bernstein verwendet.

WĂ€hrend sich MĂ€nner zumeist auf das Tragen von Ringen beschrĂ€nkten, trugen Frauen SchmuckstĂŒcke aller Art. Der römische Historiker Plinius berichtet von der frĂŒheren Gemahlin des Kaisers Caligula: "Ich sah einmal Lollia Paulina, 
 nicht einmal bei einem Staatsbankett, sondern bei einem ganz gewöhnlichen Verlobungsessen: da war sie mit Smaragden und Perlen bedeckt, die immer abwechselnd aneinander gereiht ĂŒberall glĂ€nzten: am ganzen Kopf, im Haar, an den Ohren, am Hals und an den Fingern. Sie hatten einen Gesamtwert von 40 Millionen Sesterzen, und Lollia war sogleich bereit, den Preis durch Kaufurkunden zu belegen." MĂ€nner trugen bisweilen nur einen Ring, andere einen an jedem Finger. Neben ihrer schmĂŒckenden Eigenschaft hatten viele Ringe eine bedeutende praktische Funktion: sie waren mit Edelsteinen besetzt, die eine Gravur besaßen. Mit solchen Ringen konnten Dokumente besiegelt und Briefe versiegelt werden – eine Praxis, die sich vorwiegend unter Königen und Adligen bis ins Mittelalter hielt.

Romanische Kunst

In in der romanischen Welt des Schmucks, einer mittelalterlichen Periode, waren Juwelen nicht mehr einfach nur Schmuck. Sie hatten eine tiefere Bedeutung durch christliche, in die SchmuckstĂŒcke eingearbeitete Symbole und Motive. Es ging nicht nur um Glanz und Schönheit, sondern auch den Ausdruck religiöser Tiefe.

Wie in anderen Epochen war Gold eines der begehrtesten Materialien. Es galt als Symbol fĂŒr Reinheit und Heiligkeit, und wurde hĂ€ufig fĂŒr religiöse GegenstĂ€nde wie Kreuze und andere heilige Zeichen, sogenannte Sakramentalien verwendet.

Auch Silber war beliebt, obwohl es nicht als so wertvoll wie Gold angesehen wurde. Zu den weiteren verwendeten Materialien gehörten Emaille, Edelsteine und Perlen.

Bereits wĂ€hrend der Romanik wurden viele SchmuckstĂŒcke handwerklich aufwendig gestaltet, filigrane Designs wurden hĂ€ufiger. Die StĂŒcke waren hĂ€ufig groß und auffĂ€llig. Sie sollten gesehen und bewundert werden.

Keltischer Schmuck

Im Mittelalter siedelten Kelten in Teilen des heutigen Frankreich und der Britischen Inseln. Sie schufen originelle Kunststile, von denen allerdings nicht allzu viel erhalten ist. Denn ĂŒber die Jahrhunderte wurde viele GegenstĂ€nde aus Gold und Silber zerteilt, eingeschmolzen und umgearbeitet, wĂ€hrend Schmuck aus Leder, Holz, Eisen und Stoff die Zeiten zumeist nicht ĂŒberdauert hat. Erhaltene Artefakte sind jedoch Beispiele fĂŒr hohes mittelalterliches Kunsthandwerk.

Das charakteristischste Element der keltischen Kultur ist das Ornament. Es findet sich mit seiner charakteristischen Abstraktion auf den OberflĂ€chen zahlreicher GegenstĂ€nde und bezieht bisweilen Abbildungen realer Objekte ein. Vögel galten als himmlische Boten. Jede Art besaß eine bestimmte Symbolik: die Taube als Zeichen fĂŒr Liebe und SpiritualitĂ€t, das Rebhuhn stand fĂŒr List, der Reiher fĂŒr Wachsamkeit. Abbildungen anderer Tiere hatten ebenfalls weitreichende Bedeutung: der Hase war ein Symbol fĂŒr Wohlstand, die Schlange besaß Heilkraft, Fische waren Zeichen fĂŒr Weisheit, Pferde wurden als Fruchtbarkeitsgöttinnen angesehen.

Bei den Kelten weit verbreitet waren unter anderem ArmbÀnder, Broschen, Kreuze und um den Hals getragene Metallreifen.

In modernen SchmuckstĂŒcken werden ornamentale keltische Motive oft unverĂ€ndert ĂŒbernommen und wirken bis heute modern.

Wikingerschmuck

Als WarĂ€ger werden die furchtlosen HĂ€ndler, Seefahrer und Krieger des Mittelalters bezeichnet, die seit dem 8. Jahrhundert mit Booten aus ihrer skandinavischen Heimat die FlĂŒsse entlang nach SĂŒdosten bis in die in den Gebieten von Dnepr, DĂŒna, Wolga und Don bis in die Schwarzmeerregion und ans kaspische Meer vordrangen. Sie werden in altrussischen, byzantinischen und arabischen Quellen erwĂ€hnt und als Teilgruppe der Wikinger angesehen.

Im Verlauf der Eroberung neuer LĂ€nder haben sie die Kultur in ihren neuen Siedlungsgebieten geprĂ€gt. Wikingerschmuck wurde hauptsĂ€chlich aus Kupfer, Silber, Bronze und arabischen MĂŒnzen hergestellt. Daraus entstanden vor allem Broschen, Ketten mit AnhĂ€ngern, und ArmbĂ€nder.

HĂ€ufige Wikinger-Motive sind Abbildungen stark stilisierter Tiere mit unnatĂŒrlich verzerrten Körpern. Daneben gab es auch Bilder von Pflanzen und BlĂ€ttern. Der Reichtum einer WarĂ€ger-Familie spiegelte sich in der Anzahl der SchmuckstĂŒcke, die eine Wikinger-Frau besaß.

Schmuck im gotischen Stil

Vorweg bemerkt: Der kulturgeschichtliche gotische Stil hat außer dem Namen wenig mit der modernen Gothic-Subkultur gemeinsam.

Der historische gotische Stil ist geprĂ€gt von hochentwickeltem Kunsthandwerk, was sich auch in die Schmuckherstellung der Epoche niederschlug. Zu den SchmuckstĂŒcken gehörten unter anderem Halsketten, Ketten mit AnhĂ€ngern und VerschlĂŒssen, Ringen sowie GĂŒrtelschnallen.

Bei Rittern und ihren Geliebten in dieser Epoche ergab solches Geschmeide beliebte Geschenke, die mit Motiven verziert waren von verschlungenen HĂ€nden, durchbohrten Herzen, von SchlĂŒsseln und Blumen, sowie durch Gravuren mit Liebesinschriften. Ringe bekamen einen hohen Stellenwert und es wurden möglichst in großer Zahl getragen. Die als Amulette – magische GlĂŒcksbringer – in die Ringe eingearbeiteten Edelsteine, wurden hoch geschĂ€tzt.

Schmuck in der Renaissance

Die ersten Leitmotive aller Renaissance-SchmuckstĂŒcke entstammen der Antike: griechische und römische Götter, mythische Gestalten, philosophische Themen und historische Figuren sind Vorboten des Renaissance-Humanismus, einer breiten philosophischen Strömung, die im 14. Jahrhundert ihren Ausgang nahm und sich im 15. Und 16.Jahrhundert ĂŒber den grĂ¶ĂŸten Teil Europas verbreitet. Der Schmuck der Epoche ist ein Lobgesang auf die Natur – und den Menschen als ihr höchstes Geschöpf. Dies spiegelt sich in der Beliebtheit von Tier-, Vogel- und Pflanzenmotiven, vor allem zur Verzierung von AnhĂ€ngern, Medaillons und Broschen. Im nördlichen Europa werden Motive aus der Meereswelt populĂ€r: Delfine, Meerjungfrauen und andere Meeresbewohner, sowie Schiffsmotive.

Ab der zweiten HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts trugen Frauen wie MĂ€nner Broschen und Schnallen mit Heiligenbildern. Damen hatten Ohrringe in Form von Blumen und mit Perlen. AnhĂ€nger wurden an Ketten getragen, und die Ketten waren eigenstĂ€ndige SchmuckstĂŒcke, jedes Glied aus Pflanzenmotiven oder Figuren zusammengesetzt und reich mit Emaille und Ornamenten verziert.

Im 16. Jahrhundert wurden AnhĂ€nger zunehmend mit Diamanten besetzt und hĂ€ufig anderen mit farbigen Steinen kombiniert. Der direkte Seeweg hatte die Zahl der verfĂŒgbarer Diamanten erheblich erhöht.

In Deutschland wurden neben Edelsteinen auch Kokosnussschalen und andere exotische Produkte wie Meeresschnecken, NĂŒsse, oder Straußeneier als Schmuck verarbeitet. Perlen und Korallen mit Perlmutt erfreuten sich großer Beliebtheit.

Im 16. Jahrhundert blĂŒhte auch die Kunst der MiniaturportrĂ€ts aus bemalter Emaille, die stilistisch zur Renaissance gerechnet werden.

AnhÀnger wurden oft doppelseitig gefertigt, auf einer Seite mit Edelsteinen besetzt, auf der anderen mit einem emaillierten Muster verziert. Sie wurden an Halsketten oder langen am Kleid befestigten Ketten getragen.

Neben mythischen Figuren wie Nymphen, Drachen, Satyrn und Meerjungfrauen blieben religiöse Motive zentrale Themen. Monogramme mit dem Namen Jesu und Miniaturen mit biblischen Szenen erinnerten an die Unausweichlichkeit des Todes: "memento mori".

Eine weitere beliebte Art von Ringen zu dieser Zeit waren Freundschaftsringe und Liebesringe. Auf ihrer Innenseite war meist eine romantische Schrift eingraviert, wie "Mein Herz ist Dein " oder "Auf ewig verbunden".

BerĂŒchtigt und bis heute Stoff fĂŒr Dramen waren die sogenannten venezianische Ringe, die kleinen BehĂ€lter mit Gift enthalten konnten, um dieses bei passender Gelegenheit in die Speise oder das GetrĂ€nk einer unliebsamen Person zu mischen und sich ihrer zu entledigen.

Edelsteinen hingegen wurden heilende KrĂ€fte nachgesagt. Der Saphir galt zum Beispiel als Heilmittel fĂŒr Hautkrankheiten, Topas sollte Demenz lindern.

Talisman-Schmuck – normalerweise Ringe – war ebenfalls beliebt. Er sollte Krankheiten vorbeugen oder den bösen Blick abwehren.

Manierismus

Der Manierismus wird als Übergangsstil von der SpĂ€trenaissance zum Barock bezeichnet. Der Stil erstreckt sich in Italien von ca. 1520 bis 1600, und ist in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern und Regionen auch noch danach anzutreffen.

Der Begriff des Manierismus ist von italienischen Wort "maniera" fĂŒr "Art und Weise", "Stil" abgeleitet, das deutsche Wort der "Manieren" fĂŒr "Umgangsformen" oder "Benehmen" ist verwandt.

Als Stil in Kunst und Literatur ist der Manierismus durch den Verlust der fĂŒr die Renaissance typischen Harmonie zwischen Natur und Mensch, Physischem und Geistigem gekennzeichnet. Er markiert das langsame Ende der kĂŒnstlerischen Ideale der Renaissance-Zeit. Technische Raffinesse und Ästhetisierung treten in den Vordergrund und ĂŒberlagern die Inhalte, die tendenziell zum bloßen Vehikel fĂŒr kĂŒnstlerische VirtuositĂ€t werden. Die zahlungskrĂ€ftige Kundschaft jener Zeit erwartete Neuheit und Fantasie. Die Kunsthandwerker erfanden neue Kombinationen und lieferten KuriositĂ€ten aus traditionellen Materialien mit verzweigten Korallen, Meeresschnecken, Perlmutt oder Mahagoni.

Ein markantes Beispiel des Manierismus sind die Werke berĂŒhmter Augsburger und NĂŒrnberger Goldschmiede und Juweliere, allen voran der „deutsche Cellini“ Wenzel Jamnitzer.

Ab dem Ende des 16. Jahrhunderts wurde im Bereich der dekorativen Kunst "selten und kompliziert" zu einem Kriterium fĂŒr besonderen Wert und Schönheit. Die Kunden waren immer weniger zufrieden mit den bekannten Renaissance-Designs, und suchten nach Neuheit, Fantasie, technischer Raffinesse, Luxus und Reichtum.

Dies zwang die Handwerker, nach neuen Materialien zu suchen, Gold und Silber mit Edelsteinen, Perlen, Korallen, Perlmutt und Mahagoni zu kombinieren. Verschiedene Arten von KuriositĂ€ten wie verzweigte Korallen oder Meeresschnecken begannen, durch ihre Form die Gesamtkomposition von SchmuckstĂŒcken zu bestimmen. Die Logik des Aufbaus wurde dem Zufall sowie den Launen und der Vorstellungskraft des KĂŒnstlers wie seiner Kunden unterworfen.

Im 15. bis ins 16. Jahrhundert wandten sich auch weltberĂŒhmte KĂŒnstler wie Albrecht DĂŒrer, Benvenuto Cellini, Ambrosius Holbein und Benvenuto Cellini der Schmuckherstellung zu. Cellinis Brosche "Leda und der Schwan" aus Gold, Lapislazuli und Perlen ist heute im Borgello-Museum in Florenz zu bewundern.

Barock

Auch in der Barockzeit wurden SchmuckstĂŒcke immer kunstvoller und aufwĂ€ndiger. Es wurden Edelsteine, Perlen und Emaille zu StĂŒcken mit schillernden Effekten verarbeitet, die die Opulenz der Epoche spiegelten. Wie zu vielen Zeiten diente Schmuck dazu, die Botschaft von Status und Reichtum zu vermitteln. Im Barock wurde das bisweilen in protziger und dramatischer Weise auf die Spitze getrieben – mit riesigen Edelsteinen und komplizierten Designs, die die religiösen Symbole und Motive oft mehr dominierten als nur umrahmten.